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Sandmann - Lars Kepler

Der Sandmann – Lars Kepler

Genre: Psychothriller

Seitenanzahl: 574

Kurzbeschreibung:

„Keiner kann sich vor dem Sandmann verstecken. Schlaf besser nicht ein. Der Albtraum hat schon begonnen…

Jurek Walter sitzt seit Jahren in Isolationshaft. Niemand darf ohne Aufsicht seine Zelle betreten. Dem Serienmörder wird zugetraut, auch hinter Gittern noch schreckliches Unheil anzurichten. Als eines seiner letzten Opfer lebendig wieder auftaucht, steht für Kommissar Joona Linna fest, dass der Mörder einen Komplizen haben muss. Der Fall wird neu aufgerollt, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Die Schwester des geretteten Mannes war damals auch entführt worden – und ist womöglich noch am Leben! Um ihren Aufenthaltsort zu erfahren, bittet Joona seine Kollegin Saga Bauer, sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen, Jemand muss das Vertrauen des Serienmörders gewinnen.“

2.7.14 22:08


Der Geschmack von Apfelkernen - Katharina Hagena

Genre: Roman

Seitenanzahl: 255

Kurbeschreibung:

"Schillernd sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Großmutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen - bewegend, herrlich komisch und klug."

Iris reist in den Norden, um der Beerdigung ihrer Großmutter beizuwohnen. Berta Lünschen hat sich am Schluss an ihre einzige ENkelin nicht mehr erinnern können, hat selbst ihre drei Töchter vergessen und alle vier Frauen haben die alte Frau teilweise um ihr Vergessen beneidet - denn die Schicksale dieser Familie haben sehr viel mit dem Fallen zu tun: Rosmarie, Iris' Kusine, die mit 15 vom Dach gefallen ist und sich das Genick gebrochen hat. Iris selbst, die durch eine Ohnmacht eine tiefe Narbe an der Stirn hat, da sie auf die Grababtrennung ihrer Kusine fiel, Mira, die durch Rosmaries und Iris' Hand als Kind in den See fiel und beinahe nie mehr aufgetaucht wäre. Die Schicksäle einer ganzen Familie mit allen Streitigkeiten, Uneinigkeiten und Besonderheiten werden von der stillen, aber klugen Protagonistin Iris erzählt, teils wahre Begebenheiten mit einigen Phantasien einer jungen Frau vermischt, die ihre Welt früher in den Büchern gesucht hat.

 

Stil:

Ein sehr stilles Buch, ohne viele Umschweife beschrieben und trotzdem voller Metaphern und Träume, die der ganzen Geschichte etwas Rätselhaftes verleihen. Die Erzählung in der ersten Person aus Sicht der verträumten, jedoch schüchternen Iris ist sehr authentisch, ihre Sprachwahl und ihre Gedanken vermitteln dem Leser nicht nur ein klares Bild der Protagonistin, sondern auch der gesamten Geschichte.

 

Kritik:

Ein sehr schönes Buch, dass in einer Mischung aus gegenwärtigem Geschehen und Erinnerungen, die nicht immer ganz klar sind, die Geschichte einer einzigartigen jungen Frau beschreibt. Iris, die Protagonistin, wird dem Leser gleich sehr sympathisch, wirkt wie eine graue Maus, die sich vor der Vergangenheit und den ausdrucksstarken Frauen, die ihre Familie hervorgebracht hat, versteckt. Die Charaktere haben alle etwas ganz besonderes, eigenes, niemand ähnelt dem anderen und trotzdem sind Ir is' drei Tanten, ihre Großmutter und deren Schwester, ihre Kusine und deren beste Freundin Mira fest zu einem Ganzen verbunden, das man auch am Ende des Buches noch nicht vollkommen versteht. Die Ausarbeitung der Charaktere ist zwar subjektiv aus der Sicht von Iris dargestellt, wirkt aber dennoch objektiv genug, um sich ein genaues Bild von den Charaktereigenschaften jeglicher Protagonisten zu machen.

Die Geschichte über das Vergessen selbst jedoch ist teils etwas unübersichtlich und verwirrt den Leser stellenweise, sodass man sich selbst fragt, ob man nicht eine STelle zu lesen vergaß.

 

Fazit:

Nicht für jedermann etwas, da das Buch stellenweise sehr verwirrend ist und nur von Sinnbildern, Träumen und Metaphern strotzt. Aber für alle, die keine Angst vor solchen Stilmitteln haben und auch nicht vor etwas schwierigerer Literatur zurückschrecken ein absolutes Muss: Eine wunderschöne Geschichte über den Zusammenhalt einer Familie, die Fantasie und die Selbstfindung einer jungen Frau.

 

Film:

Der Film "Der Geschmack von Apfelkernen" ist erstaunlich nah am Buch. Man hat sich eventuell die Hauptdarstellerin Iris noch ein kleines bisschen stiller und zurückhaltender vorgestellt, aber die restlichen Charaktere sind so unglaublich gut getroffen, dass man wirklich den Hut ziehen muss. Die Geschichte wird im Film etwas entwirrt und wie immer werden einige Interpretationen von den Drehbuchautoren eingefügt, die man beim Lesen des Buches eventuell anders vorgenommen hätte, aber von ein paar kleinen Details abgesehen wird dennoch die Interpretation der Ereignisse wie beim Buch dem Zuschauer überlassen. Sehr zu empfehlen durch die liebevollen Charaktere und die absolut umwerfende Szenerie des nördlichen Dorfes und der umgebenden Natur.

21.6.14 12:37


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